MOD_LANGUAGES_DESC

JQC & Partner

JQC & Partner

Wir sind

 

  • Ihr Versicherungsmakler
  • Ihr Kreditmakler
  • Ihr Vermögensberater
Moderne Wohnhäuser mit Holzfassade und viel Begrünung stehen nebeneinander. Sie haben viele Fenster und sind sehr hell.

Bauherrenmodell - Zinshausanteil

 

Bei einer Investition in ein Bauherrenmodell erwerben Sie einen Anteil einer größeren Liegenschaft. Wenn es eine Altsubstanz gibt, auf welcher eine neue Immobile gebaut werden soll, kann um die Förderung eines Bauherrenmodells angesucht werden. Diese bietet in weitere Folge die Möglichkeit, diese Immobilie auf 15 Jahre steuerlich abzusetzen. Das ist auch der Fall, wenn das alte Objekt abgerissen und ein neues gebaut wird.

 

In der Steiermark gibt es eine Sonderform des Bauherrenmodells: Hierbei erwerben Sie einen Anteil an einem Zinshaus, der einer Wohneinheit zugeordnet und in weiterer Folge parifiziert wird. Damit sind sie Eigentümer einer parifizierten Wohneinheit und genießen dabei die Vorteile eines Bauherrenmodells.

 

Bei Bauherrenmodellen haben Sie im Regelfall 30 Jahre (+ 3 Jahre Bauzeit) Zeit, um einen Totalgewinn zu erwirtschaften. Im Falle einer Parifizierung gilt allerdings die kürzere Frist von 25 Jahren (+ 3 Jahre Bauzeit), die auch für Anlegerwohnungen gilt.

 

Bauherrenmodelle werden staatlich gefördert und als Investor können Sie viele steuerliche Vorteile nutzen. Hierbei werden Zuschüsse und Förderungen von Bund, Land und Gemeinden genutzt, um einen zusätzlichen Ertrag zu erzielen.

 

Auch das Vermietungsrisiko ist gering. Bei Bauherrenmodellen gibt es nämlich eine gesetzliche Mietobergrenze im Zeitraum der Abschreibung und Förderungen von aktuell etwa 7,50 €/m² (Stand 2022). Das macht die Wohnungen für Mieter preislich sehr interessant, was die Nachfrage steigert. Sollte es dennoch einmal zu einem Mietausfall kommen, werden die dadurch entstehenden Verluste auf alle Inhaber aufgeteilt, sodass der Mietausfall nicht nur einen einzigen Investor trifft.

 

Das Mindestinvestitionsvolumen bei Bauherrenmodell liegt, je nach Modell, bei etwa 120.000 - 200.000 €. Errechnet man noch eine Wertsteigerung der Liegenschaft, so ist diese Form der Immobilieninvestition sicherlich eine der interessantesten am heimischen Markt.

Lagerfläche mit Whisky Fässern

Lohnt es sich, dieses Fass aufzumachen?

 

Ein Whisky-Fass als Geldanlage kaufen – kann das funktionieren? Ja, das kann es. Als reelles Sachwertinvestment sind Whisky-Fässer ein möglicher Bestandteil Ihres Investment-Portfolios, der zur Diversifizierung beiträgt.

 

Per Definition muss Whisky in Holzfässern gelagert werden, primär sind dies Eichenfässer. Ein echter Whisky reift mindestens drei Jahre und darf nicht weniger als 40% Alkohol haben. Generell gilt: Je älter der Whisky, desto höher der Preis.

 

 

Wie funktioniert das?

 

Bei dieser Investmentform kaufen Sie über einen Vermittler ein Whisky-Fass bei den besten Destillerien Schottlands, Irlands oder Großbritanniens. Dieses wird dann für mindestens fünf Jahre gelagert. Der Vertrag besteht direkt mit dem Whiskyproduzenten. Am Ende der Laufzeit wird das Fass verkauft. Hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten:

 

  • Rückkauf durch die Brennerei
  • Verkauf an Händler oder Sammler (aus dem Netzwerk des Vermittlers)
  • Versteigerung auf einer Auktionsplattform

 

Die Zielrendite des Investments liegt bei 40% auf fünf Jahre beziehungsweise 100% auf 10 Jahre. Aktuell ist am Weltmarkt die Nachfrage nach Whisky-Fässern im Konsumbereich sehr groß. Es ist also ein günstiger Moment, um in diesen Bereich zu investieren.

 

Es besteht außerdem die Möglichkeit, sich den Whisky abfüllen und nach Hause liefern zu lassen, nachdem er fertig gereift ist. Hierbei fallen neben den Abfüllungs- und Liefergebühren allerdings auch Steuern an (z.B. Alkoholsteuer, Mehrwertsteuer). An dieser Stelle ist anzumerken, dass schottischer und irischer Whisky innerhalb der EU zollfrei ist.

 

Ein Vorteil dieses Investments ist, dass es unter zwei Bedingungen steuerfrei ist:

 

  1. So wie bei Gold muss sich das Fass für mindestens ein Jahr in Ihrem Besitz befinden, bevor es weiterverkauft wird.
  2. In einem Jahr dürfen maximal drei Verkaufstransaktionen durchgeführt werden. Ansonsten würde ihr Investment als gewerblich gelten und damit ESt-pflichtig sein.

 

 

Welche Kosten fallen an?

 

Für das Investment stehen meist verschiedene Pakete zur Verfügung. In der Regel sind Kosten für Lagerung und Versicherung, etwa für Brand oder Diebstahl, in den ersten Jahren des Investments inkludiert. Diese belaufen sich auf etwa 60-80 € pro Jahr.

 

Für den Verkauf wird seitens des Vermittlers eine einmalige Ausschreibung bei Verkäufern und Händlern gemacht, wobei auf ein gutes Netzwerk zurückgegriffen werden kann. Diese Ausschreibung muss nicht extra bezahlt werden. Falls das Angebot jedoch nicht angenommen wird, würden für weitere Ausschreibungen Kosten anfallen.

 

 

Welche Risiken gibt es bei diesem Investment?

 

Angels’ Share

 

Ein Vorteil von Whisky ist, dass er nicht faulen oder schlecht werden kann, also kein Ablaufdatum hat. Allerdings gehen jährlich etwa 2-3 % der Flüssigkeit im Fass durch Verdunstung verloren. Diesen Prozentsatz nennt man auch Angels’ Share, also den “Engelsanteil” oder “Schluck der Engel”.

 

Hierzu ein Beispiel: Ein Whisky-Fass, das 1949 destilliert und ins Fass gefüllt wurde, wird 2022 in Flaschen abgefüllt. Von den 500l, die ins Fass gefüllt wurden, sind etwa 70l übriggeblieben. Der Angels’ Share beträgt damit 430l in 73 Jahren, das sind 2,65736% pro Jahr. Wichtig: Eine 0,7l-Flasche dieses Whiskys wird heute um ca. 44.000 € verkauft. Dieses Beispiel zeigt, dass hier die Wertsteigerung deutlich höher ausgefallen ist als der Verlust der Flüssigkeit.

 

Beim Fassbinden wird qualitativ hochwertiges Holz verwendet, damit die Angels’ Share möglichst gering ausfällt. 80% aller Fässer werden aus amerikanischer Weißeiche gefertigt, da das Holz dieser Baumart besonders dicht ist.

 

 

Schäden während der Lagerung

 

Wird das Fass der InvestorInnen beschädigt und kaputt, erhalten sie in den meisten Fällen ein Ersatzfass. Natürlich besteht wie bei jedem Destillerieprodukt die Möglichkeit, dass sich der Geschmack des Whiskys im Fass verändert. Hier ist anzumerken, dass es für jeden Geschmack Interessenten und einen Markt gibt. Sehr heller Whisky, der an Grappa erinnert, kann in Italien verkauft werden, während süßlicher, Sherry-ähnlicher Whisky eher in Deutschland einen Abnehmer finden wird.

 

Der Verkauf erfolgt unabhängig vom Abfüller, sodass Vermittler auf ihr eigenes, großes Netzwerk zurückgreifen können.

 

 

Konkurs des Herstellers

 

Das Fass als Sachwert gehört Ihnen als InvestorIn, nicht dem Hersteller. Bei einem Konkurs des Herstellers befindet sich das Whisky-Fass also trotzdem weiterhin in Ihrem Besitz. Falls ein Hersteller in Konkurs gehen sollte, sind alle Whiskys dieses Herstellers “Limited Editions” und könnten sogar dadurch im Wert steigen.

 

 

Betrug

 

Kriminalität kann leider niemals zu 100% ausgeschlossen werden. Beispielsweise wenn anstelle des Qualitätsprodukts des Herstellers Apfelsaft ins Fass gefüllt wird. Leider gibt es ebenfalls keine offizielle Aufzeichnung über die Vorverwendung der Fässer.

 

Steuer- und Zollbehörden prüfen den gesamten Bestand in den Lagern, inklusive der Eigentumszuordnung, damit zukünftig Alkohol- und Mehrwertsteuer verrechnet werden können. Falls diese behördlichen Kontrollen versagen, könnte das Fass an jemand anderen geliefert werden, als vereinbart.

 

 

Regulierungen und Vorschriften in der Zukunft

 

Leider kann niemand mit Sicherheit vorhersagen, wie sich die steuerliche Situation in Bezug auf alkoholische Getränke in Zukunft verändern wird. Krypto-Währungen sind dahingehend ein vergleichbares Beispiel: Nachdem der Markt einen großen Boom erlebt hat, hat sich die steuerliche Situation verändert - aber nicht rückwirkend. Alte Bitcoins sind also nach wie vor steuerfrei.

 

Theoretisch könnte auch innerhalb und außerhalb Europas die Prohibition, also ein totales Verbot der Herstellung, des Transports und des Verkaufs von Alkohol, eingeführt werden, so wie dies in den Vereinigten Staaten von 1920 bis 1933 der Fall war. Dies würde natürlich negative Auswirkungen für den Whisky-Markt nach sich ziehen.

 

 

Welche Qualitätskriterien gibt es?

 

Die Bezeichnungen “Scotch Whisky” und “Irish Whiskey” gelten als Qualitätssigel. Produkte, die dieses Sigel tragen, werden von der Scotch Whisky Association (SWA) beziehungsweise der Irish Whiskey Association (IWA) geprüft. Diese Qualitätsprüfung ist vergleichbar mit der des steirischen Kürbiskernöls.

 

Um als Scotch Whisky zu gelten, muss das Produkt etwa in Schottland destilliert, gelagert und abgefüllt werden und in Eichenfässern gereift sein. Die IWA gestattet auch andere Holzarten, wie etwa Kirsche, Kastanie, Akazie, oder Amburana. Auch hier wird auf qualitativ hochwertige Materialien geachtet. Sperrholz – oder IKEA-Holz – kommt also nicht in Frage.

 

Whisky oder Whiskey? Schottische Destillate werden generell „Whisky“ genannt, also ohne „e“. Dies gilt auch für Kanada. Im Gegensatz dazu wird das Getränk in Irland und Amerika „Whiskey“ geschrieben.
Sechs Personen stehen nebeneinander und halten verschiedene Sparschweine in die Kamera.

Welche Investitionsplattform passt besser zu mir?

 

Oft stellt sich die Frage: Was ist die beste Variante für mich? Jede einzelne Plattform hat Vor- und Nachteile. Manche investieren lieber in ETFs über ein Online-Wertpapierdepot aufgrund der geringeren Einstiegskosten, andere bevorzugen eine ungezillmerte fondsgebundene Lebensversicherungen wegen der deutlich geringeren Besteuerung. Die Antwort liefern uns ausschließlich die Gesamtkosten und die im jeweiligen Depot verfügbaren Investmenttitel

 

Was letztendlich die beste Lösung ist, hängt vor allem von der zukünftigen Rendite des Investments und der geplanten Veranlagungsdauer ab. Je höher die Perfomance und je länger die Laufzeit, desto eher sollte man die ungezillmerte fondsgebundene Lebensversicherung wählen.  Je geringer die Rendite und je kürzer die Laufzeit, desto mehr wird sich das Wertpapierdepot rechnen. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen, um die richtige Entscheidung zu treffen.  

 

Diese Regelung gilt ausschließlich für Österreich, da Investments in Lebensversicherungen steuerbegünstigt sind.
 

 

Wertpapierdepots 
 

Für Wertpapierdepots gibt es unzählige Angebote. Hier kommt es bei der Auswahl darauf an, in welche Fonds Sie bereits mit kleinen Beträgen investieren können. Da es unglaublich viele Investitionsmöglichkeiten gibt, muss hier ein vernünftiger persönlicher Mix zusammengestellt werden. Bei der Auswahl sollten Sie bedenken, dass nur weil etwas in der Vergangenheit funktioniert hat, es nicht zwingend auch in Zukunft funktionieren muss.  

 

Die Spielregeln am Finanzmarkt können sich ebenfalls ändern: etwa durch Währungen, Zinsen, Marktveränderungen oder politische Entwicklungen. Die Frage ist also: Welche Investmenttitel werden auch in Zukunft eine bessere Rendite abwerfen, als durchschnittliche Titel?  

 

Je nachdem, welches Risiko Sie bereit sind einzugehen und welche Nachhaltigkeitskriterien für Sie wichtig sind, gibt es spezielle Branchen, in denen Sie auf ein deutlich höheres Wirtschaftswachstum hoffen und so auch bei hoher Inflation einen guten Wertzuwachs erwirtschaften können. 

 

Wenn Sie mit kleinem bis mittleren Risiko investieren, ist die Besteuerung mit der Kapitalertragssteuer auf die Gewinne überschaubar. Für Investitionen, die deutlich höhere Renditen bringen können und längerfristig ausgerichtet sind, wäre vermutlich eine ungezillmerte, fondsgebundene Lebensversicherung die bessere Wahl. Das hat den Grund, dass bei dieser nach österreichischen Recht keine Besteuerung auf die Gewinne besteht.  

 

 

Ungezillmerte fondsgebundene Lebensversicherung 

 

Dieses Modell ist in Österreich sehr beliebt. Hierbei zahlen Anleger 4% Versicherungssteuer auf die Einzahlungen, wodurch die Gewinne nicht besteuert werden. Somit muss keine KESt oder sonstige Steuer für Gewinne bezahlt werden. Wie bereits erwähnt, eignet sich dieses Modell bei längerfristigen Investitionen. 

 

Aber was ist eigentlich eine Zillmerung und wieso sollte man in diesem Fall die ungezillmerte Variante wählen? Die Zillmerung ist eine Berechnungsmethode, die nach dem Mathematiker Dr. Zillmer benannt ist und vor über 100 Jahren entwickelt wurde. Dabei handelt es sich um eine unfaire Kostenaufteilung, bei der die Kosten für die gesamte Laufzeit in den ersten Jahren bezahlt werden müssen. Dadurch verbleibt zu Beginn wenig im Depot, was investiert werden kann.  

 

Außerdem führt die Zillmerung gerade in den Anfangsjahren dazu, dass die Rückkaufswerte Ihrer Lebensversicherung im Verhältnis zu den eingezahlten Beiträgen geringer ausfallen. In anderen Worten: Wenn Sie eine gezillmerte Lebensversicherung bereits nach fünf Jahren auflösen, bekommen Sie wesentlich weniger Geld zurück, als Sie bis dato eingezahlt haben. 

 

Deshalb empfehlen wir ungezillmerte Verträge, bei denen es eine faire Kostenverteilung gibt, wie wir sie von einem Wertpapierdepot kennen.
 

Einige Personen stehen bei einem Business-Meeting um einen Tisch. Vor ihnen sind Dokumente und digitale Abbildungen zu sehen.

Megatrends, die Wachstumsbranchen der Zukunft>

 

Traditionelle Anlageklassen funktionieren nach wie vor. Man kann hier allerdings nicht immer auf ein überdurchschnittlich gutes Wachstum hoffen.

 

Wachstumsbranchen lassen sich durch Krisen, wie etwa Corona oder politische Unsicherheiten, nicht so stark beeinflussen wie es bei den traditionellen Anlageklassen der Fall sein kann.

 

Megatrends sind allen voran Technologie und Gesundheitswesen. Diese Branchen sind interessant für InvestorInnen, denn nicht umsonst heißt es im Finanzwesen schon lange „Trends are your friends“. Hier erfahren Sie mehr zu den verschiedenen Megatrends, die derzeit am Finanzmarkt vorhanden sind.

Lieber in einen guten Sektor investieren, als in das beste Unternehmen eines schlechten Sektors.Jeanquartier & Partner

Technologie – die digitale Revolution

 

 

Technologie ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Das Internet und technische Innovationen haben die Art wie wir leben, arbeiten, unsere Freizeit verbringen und miteinander kommunizieren grundlegend verändert. In jedem Bereich unseres Lebens spielt Technologie eine Rolle, deswegen kann diese innovative Branche interessant für ihr Geldanlageportfolio sein.

 

Durch die Entwicklungen der letzten Jahre, nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie, ist Technologie zunehmend zur Problemlösung für Herausforderungen geworden. Einige Schlagworte hierzu sind Homeoffice, Distance Learning, Videokonferenzen, E-Commerce, E-Banking und natürlich Social Media. Die zunehmende Vernetzung in Kombination mit räumlicher Trennung birgt aber auch Gefahren. Dezentrale Systeme basieren meist auf Cloud-Systemen, die in den letzten Jahren oft von Hackangriffe und Cyber-Kriminalität betroffen waren. Deswegen gewinnen Anbieter von Cyber-Sicherheit an Wichtigkeit.

 

Im Gesundheitssektor werden die technischen Möglichkeiten durch den Telegesundheits- und Telemedizinsektor immer umfassender. Beispielsweise kann medizinische Grundversorgung, Hilfe in psychischen Notfallsituationen und das Management chronischer Erkrankungen teilweise bis ganz dezentral über digitale Systeme stattfinden.

 

Auch in der Branche der E-Mobilität gibt es ständig Weiterentwicklung und Wachstum. Im Jahr 2020 wurde fast ein Zehntel der verkauften Fahrzeuge mit einen E-Motor betrieben. Bis 2030 könnte dieser Anteil laut Prognosen auf 50% ansteigen. Entwicklungen im Bereich das Wasserstoffmotors könnten besonders für den Schwerverkehr relevant sein und in Zukunft den Markt beeinflussen.

 

Revolutionär für unsere Lebens- und Arbeitsweise ist die künstliche Intelligenz (KI). Maschinen werden mit Daten gefüttert und können so lernen, wodurch eine menschliche Entscheidungsstruktur nachgebildet werden kann. Dies kann unter anderen für Bereiche wie den Finanzsektor, Verkehr, Medizintechnik, Logistik und Robotik interessant werden. Auch in diesem Bereich ist in Zukunft mit Weiterentwicklung und Innovation zu rechnen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass im Technologiebereich, unabhängig von wirtschaftlichen Entwicklungen, ein großes Wachstumspotential vorhanden ist und man deswegen auch hier weiterhin auf überdurchschnittlich gute Renditen hoffen darf.Jeanquartier & Partner

 

Gesundheitswesen: Health Science

 

 

Es heißt nicht umsonst Gesundheit ist das höchste Gut eines Menschen. Wie wahr diese Aussage ist, haben uns die Entwicklungen der letzten Jahre deutlich vor Augen geführt. Krankheiten wird man immer heilen wollen. Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass Health Science im Investmentbereich nicht nur eine Beständigkeit gegenüber Krisen and den Tag legt, sondern auch hohes Wachstumspotential hat.

 

Ein großer Beitragsfaktor für den Erfolg dieser Branche ist evolutionär: Menschen werden immer älter. Die demografischen Entwicklungen zeigen eine klare Zunahme der Lebenserwartung, was mehr ältere Menschen bedeutet und damit auch mehr notwendige medizinische Versorgung. Fondsexpertinnen und -experten rechnen mit einer voraussichtlichen Vervierfachung des Gesundheitsmarktes bis 2060, Tendenz steigend.

 

Hinzu kommt, dass das Gesundheitsbewusstsein der Menschen, auch durch die Pandemie, erheblich gestiegen ist: Man ist bereit, mehr Geld für seine Gesundheit auszugeben und der allgemeine Lebensstil verändert sich. So wünschen sich immer mehr Menschen nicht nur bis ins hohe Alter gesund agil zu bleiben, sondern auch sportlich aktiv.

 

Dem steht die Gesundheitsbranche mit einer großen Innovationskraft und neuen, technischen Entwicklungen gegenüber. Dies betrifft Bereiche der Forschung und Entwicklung, Behandlung sowie auch der (Kosten)Effizienz. In den letzten Jahren gab es beispielsweise bahnbrechende Entdeckungen und Entwicklungen im Bereich der Krebsforschung (mRNA, Krebsimmuntherapie), Gen-Editierung, OP-Robotik, 3D-Druck (z.B. Implantate und Hörgeräte) und minimal invasiven Therapien.

 

 

Infrastruktur

 

 

Infrastruktur und öffentliche Verkehrsmittel gewinnen aufgrund der wachsenden Bevölkerung, der zunehmenden Verstädterung und dem Übergang zu einer emissionsfreieren Wirtschaft immer mehr an Bedeutung. Der Ausbau von Verkehrssystemen, wie Straßen, Brücken, Häfen und Flughäfen, Versorgungsinfrastruktur, wie Wasser, Strom, Öl und Gas, und Kommunikationsnetzen wird weiter vorangetrieben.

 

Neben seinem Wachstumspotential bietet dieser Sektor auch ein reguliertes Marktumfeld: Der Marktzutritt ist beschränkt, Preissetzungen sind durch langfristige Verträge kontrolliert und Bauten sind kapitalintensiv und langlebig. In Zukunft wird im Sinne der Nachhaltigkeit die Dekarbonisierung und Elektrifizierung ein wichtiges Thema im Versorgungsbereich sein.

 

Infrastruktur als Investition bietet außerdem Stabilität in schlechten Zeiten, da die Nachfrage, beispielsweise nach Trinkwasser oder Abfallversorgung, auch bei niedrigem Wachstum und hoher Inflation besteht.

 

 

Blue Economy

 

 

In der Blue Economy, also “Blauen Wirtschaft”, ist das Ziel die nachhaltige Nutzung der Meeresressourcen für Wirtschaftswachstum mit Fokus auf die Gesundheit von Meeres- und Küstenökosystemen und die Verbesserung der Arbeitsplätze. Dieser Bereich umfasst unter anderem Fischerei, Aquakultur, Küsten- und Meerestourismus, Seeverkehr, Häfen und Dienstleistungen wie Schifffahrt. Die Marine-Biotechnologie bietet zudem neue Möglichkeiten im Bereich der Pharmazie und Kosmetik.

 

Wären die Ozeane ein Staat, so wären sie die achtgrößte Volkswirtschaft der Welt. Dieser Sektor bietet großes Wachstumspotential, da Arbeitsplätze geschaffen werden. Aktuell sind allein in Europa ca. 5 Mio. Vollzeitjobs direkt von den Weltmeeren abhängig.

 

Auch Maßnahmen zur Nachhaltigkeit und Umweltschutz spielen eine große Rolle:

  • Errichtung und Umsetzung erneuerbare Energiequellen (z.B. Windkraft oder Gezeiten- und Wellenkraftgeräte)
  • Verbesserung der Energieeffizienz von Schiffen (weniger kohlenstoffintensive Energiequellen)
  • Verbesserung der Abfallwirtschaft angesichts der Verschmutzung der Meere (Vermeidung von Müll im Meer)

Exklusiv und effektiv

 

Unter Private Equity versteht man geschlossenen Fonds bzw. eine private Unternehmensbeteiligungen. Diese werden, anders als Public Equity, nicht an der Börse gehandelt. In diese Fonds kann nicht jeder investieren, man benötigt ein gutes Netzwerk und Kontakte zu ihren Managern. Bei international erfolgreichen Public Equity Fonds gibt es auch eine Warteliste.

 

Bei dieser Form des Investments haben Private-Equity-Manager die Möglichkeit, direkt Einfluss auf das Unternehmen zu nehmen und Wachstumsstrategien zu entwickeln. Anders als bei Aktien, die täglich gehandelt werden können, wird bei Private Equity Fonds über einen festgelegten längeren Zeitraum investiert.

 

Am Ende der Laufzeit kommt es zum sogenannten “Exit”. Das Unternehmen wird dabei an einen anderen strategischen Investor verkauft oder geht an die Börse. Dabei fließen die Gewinne an den Private-Equity-Fonds zurück und bringen in vielen Fällen ein Vielfaches des ursprünglich eingesetzten Kapitals zurück.

 

In Deutschland wird nur ein kleiner Prozentsatz der Unternehmen an der deutschen Börse gehandelt. Der Großteil holt sich die Liquidität über Private Equity Fonds. Dieses Investitionsmodell wird oft von großen Stiftungen zur Geldanlage genutzt. Einige erfolgreiche Unternehmen, die durch Private Equity finanziert wurden, sind Spotify, Etsy, Douglas, Momox und FlixBus.

 

In Österreich muss ein Kapital von 100.000 €, in manchen Fällen auch mindestens 250.000 €, nachgewiesen werden, damit man überhaupt in Private Equity Fonds investieren darf. InvestorInnen haben auch die Möglichkeit, in Private Equity Dachfonds zu investieren. Bei diesen Fonds wird das Geld in einem internationalen Netzwerk auf verschiedene Private Equity Fonds aufgeteilt.

 

Für AnlegerInnen mit weniger Kapital besteht seit 2015 die Möglichkeit, innerhalb von Europa in ELTIF-Fondsstrukturen (European Long-Term Investment Fund) zu investieren. Bei diesen können InvestorInnen auch mit wenigen tausend Euro über Private Equity Fonds in europäische Unternehmen investieren, wobei gewisse Einschränkungen gelten:

 

  • ELTIF-Fonds sowie ihre Manager müssen von der zuständigen Aufsichtsbehörde bewilligt werden
  • 70% des Kapitals der ELTIF-Fonds müssen in bestimmte, zulässige Vermögenswerte investiert werden
  • ELTIF-Fonds müssen als Alternative Investmentfonds (AIF) zugelassen werden

 

ELTIF-Fonds haben den Nachteil, dass sie nur innerhalb Europas in gewisse Themenbereiche investieren dürfen. Das große Private Equity Geschäft findet weltweit statt, vor allem in den USA.
Ein Brillant liegt auf einem Tisch. Der Hintergrund ist gelb beleuchtet, weswegen der Diamant golden zu leuchten scheint.

Diamanten – Investition mit Ecken und Kanten

 

Diamanten sind mobil, klein, kompakt, weltweit handelbar und haben eine stabile Wertsteigerung. Sie können Schutz vor hohen Inflationsraten und Währungsunsicherheiten bieten und sind damit eine der härtesten Währungen der Welt. Deswegen könnten sie ein potentieller Bestandteil Ihrer Geldanlage sein, um diese weiter zu diversifizieren.

 

Die am häufigsten gehandelte Art von Diamantstücken sind Brillanten. Wenn ein Diamant auf eine bestimmte Weise geschliffen wird, wird er zu einem Brillanten. Das Wort Diamant bezeichnet, genau genommen, nur den Rohstoff selbst. Im Handel weltweit am gängigsten ist dabei ein Gewicht von einem Karat, da einkarätige Brillanten auch die beste Preisentwicklung mitmachen. Je kleiner der Brillant, desto eher ist er auch ganz klar.

 

Ein Einkaräter wiegt etwa 0,2 Gramm und hat einen Durchmesser von ca. 6,5 mm.

 

Die Qualität eines Diamanten wird durch die sogenannten 4Cs bestimmt: Carat (Gewicht), Color (Farbe), Clarity (Reinheit) und Cut (Schliffqualität). Das Gemological Insitute of America (GIA) bewertet Diamanten nach diesen Kriterien. Zusätzlich werden die Steine mit einer mikroskopisch kleinen Laser-Gravur versehen, die die Zertifikatsnummer angibt. So kann dem jeweiligen Stein jederzeit das richtige Zertifikat zugeordnet werden.

 

Diese Zertifikate sind auch im Internet abrufbar. Durch die Zertifikationsnummer kann man unter anderem sichergehen, dass es sich beim betreffenden Brillanten um keinen Blutdiamanten handelt oder es für die Herstellung keiner Kinderarbeit eingesetzt wurde.

 

 

Steuern & Lagerung

 

Der physische Besitz von Diamanten unterliegt der Umsatzbesteuerung. Die Mehrwertsteuer wird also aufgeschlagen, sobald Sie sich die Diamanten nach Hause schicken lassen. Es besteht allerdings die Möglichkeit, sie in einem zollfreien Depot zu lagern, sodass keine Mehrwertsteuer anfällt.

 

Ein Jahr nach Ihrem Diamantenkauf entfällt die Spekulationssteuer. Dadurch sind die Steine, auch für Sie als Privatkunde, im Verkauf einkommenssteuerfrei. Wenn Sie die Diamanten im Zollfreidepot gelagert haben, fallen so neben der Miete für das Depot keine zusätzlichen Kosten zum ursprünglichen Einkaufspreis für Sie an.

 

Die steuerliche Situation sollte immer individuell betrachtet werden und kann sich auch jederzeit ändern.

 

 

Der Diamantenhandel

 

Diamanten werden vorwiegend an drei Börsen gehandelt. Die weltweit größte befindet sich in der belgischen Stadt Antwerpen, weitere in New York und Mumbai. Als Privatperson ist es so gut wie unmöglich, einen direkten Zugang zu diesen Börsen zu haben, weswegen auf Diamantenhändler zurückgegriffen werden muss. Hierbei ist es wichtig, auf die Vertrauenswürdigkeit des Diamantenhändlers zu achten. Preise und Qualität der Steine können auch bei guten Juwelieren verglichen werden.

 

Der Preis, zu dem die Diamanten gehandelt werden, ergibt sich rein aus Angebot und Nachfrage. Die weltweite Produktion von natürlichen Diamanten kann diese Nachfrage meist nicht decken, wodurch der Diamantenpreis langfristig gestiegen ist und man auch in Zukunft darauf hoffen kann.

 

Synthetisch hergestellte oder im Labor gezüchtete Diamanten können unbegrenzt hergestellt werden und sind wesentlich weniger Wert als natürliche Diamanten. Sie sind deswegen nicht für die Wertanlage geeignet.
In kleinen Plastikschüsseln werden verschiedenfarbige, kleine Steine (weiß, gelb, rot, schwarz, grün) aufbewahrt.

Gallium, Germanium, Indium & Hafnium

 

Neben Gold, Silber & Weißmetallen oder Diamanten kann ihr Edelmetalldepot auch Technologiemetalle enthalten. Diese sind für Wirtschaftsbranchen von heute und morgen sehr wichtig. Dieser Begriff umfasst Metalle wie

 

  • Gallium, das etwa für den Bau von Photovoltaik und Leuchtdioden benötigt wird,
  • Germanium, das in Röntgendetektor und Wärmebildkameras zum Einsatz kommt,
  • Indium, das ein Bestandteil von Plasmabildschirme und Touchscreen-Geräten ist, oder
  • Hafnium, welches im Bereich der Kerntechnik oder für Blitzlichtlampen verwendet wird.

 

Von der Industrie werden Technologiemetalle nicht von Privatpersonen, sondern nur von Großhändlern gekauft. Lassen Sie sich Technologiemetalle also nicht nach Hause zustellen, da Sie diese dann kaum bis gar nicht veräußern können.
Silber-, Platin- und Palladiumbarren liegen auf einem weißen Untergrund.

Silber, Platin & Palladium

 

Neben Gold kann ihr Edelmetalldepot auch Silber oder die Weißmetalle Platin und Palladium enthalten. Während Silber zu den Klassikern der Wertanlage zählt, kann sich bei Platin und Palladium durchaus die Frage stellen: „Wo wird das verwendet?“. Hier finden Sie einen kurzen Überblick über die verschiedenen Anwendungsbereiche dieser Metalle.

 

 

Silber

 

Silber findet nicht nur in der Schmuckindustrie und in der Herstellung von Silbermünzen oder Tafelsilber Verwendung. Mehr als die Hälfte dieses Edelmetalls wird mittlerweile für industrielle Zwecke eingesetzt, da es aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften Energie und Wärme am besten leitet. Daher ist es auch essentiell für die Herstellung von Smartphones und Photovoltaik-Anlagen.

 

Aufgrund seiner Wichtigkeit in der Photovoltaik-Branche kann man davon ausgehen, dass die Nachfrage nach Silber auch in Zukunft nicht abbrechen wird: 2020 wurden über 3000 Tonnen Silber benötigt, um etwa 130 Gigawatt zu erzeugen. Bis 2030 müssen nach Schätzungen der Internationalen Energieagentur (IEA) jährlich Kapazitäten von mehr als 600 Gigawatt installiert werden, um das Pariser Klimaabkommen einzuhalten.

 

 

Weißmetalle: Platin & Palladium

 

Platin und Palladium sind sogenannte WeißmetallePalladium findet vorwiegend Einsatz in der Automobilindustrie, da es durch seine Eigenschaften hervorragend für Katalysatoren in Benzinmotoren geeignet ist. Platin wird ebenfalls in der Automobilindustrie verwendet.

 

Darüber hinaus wird es auch für die Herstellung von Smartphones und im Bereich der Medizin eingesetzt, etwa für Herzschrittmacher oder Dentalimplantate. Beide Metalle werden außerdem in der Schmuckherstellung verwendet.

 

Silber & Weißmetalle sollten Sie, anders als Gold, nicht bei sich zuhause, sondern in zollfreien Depots lagern. Einerseits, weil dies aus steuerlichen Gründen vorteilhafter ist und andererseits, weil die Industrie nicht von Privatpersonen kauft, sondern ausschließlich von Großhändlern.
Goldbarren liegen gestapelt auf einem weißen, glatten Untergrund.

Richtig in Gold investieren

 

Es ist wichtig zu wissen, dass es bei Gold in erster Linie um Kaufkraft- und Werterhaltung geht, da dieses Investment keine Renditen abwirft. Gold gilt als sichere Geldanlage, aber natürlich kann es auch hier zu Schwankungen kommen. Wenn Sie in Gold und andere Edel- und Technologiemetalle investieren möchten, sollten Sie die nachfolgenden Punkte beachten.

 

 

1. Seriosität des Verkäufers & des Herstellers

 

Der Handel mit Gold unterliegt nicht der Finanzmarktaufsicht. Deswegen sollten Sie sich genau informieren, bei wem Sie kaufen und von welchem Hersteller Ihr Goldverkäufer seine Ware bezieht. Wichtig ist hier die LBMA-Zertifizierung.

 

Die LBMA (London Bullion Market Association) führt den weltweiten Goldhandel außerhalb der Börsen durch und kontrolliert alle LBMA-zertifizierten Betriebe regelmäßig nach strengen Kriterien (u.a. Reinheit, Gewicht, verantwortungsvolle Beschaffung). Dadurch ist die Qualität der Produkte gewährleistet und die Veräußerung von LBMA-zertifizierten Produkten beim Goldhändler kann ohne Probleme erfolgen.

 

Achten Sie unbedingt darauf, dass es sich bei Ihrer Goldinvestition um einen physischen Eigenerwerb handelt. Das bedeutet, dass Ihnen das Gold wirklich als physischer Wertgegenstand gehört und nicht nur auf dem Papier. Es sollte seitens Ihres Goldverkäufers möglich sein, dass Sie sich Ihr Gold in Stückelungen nach Hause schicken lassen können.

 

Wenn Sie beispielsweise nur einen schuldrechtlichen Anspruch auf das Gold haben und die Option nicht besteht, dass Ihnen dieses übergeben oder zugesandt wird, kann es zu bösen Überraschungen kommen. Zum Beispiel wenn Ihr Verkäufer in Konkurs geht und Sie nicht zu Ihrem Gold kommen.

 

Ebenfalls wichtig ist, dass die Mittelverwendungskontrolle nicht vom Verkäufer selbst durchgeführt wird, sondern von Externen. Das können WirtschaftsprüferBanken oder auch Versicherungen sein. Bei dieser Kontrolle wird geprüft, ob das Gold tatsächlich vorhanden ist und somit die privaten Mittel der Anleger vertragsmäßig eingesetzt werden.

 

 

2. Je größer die Menge, desto besser der Preis

 

Je größer die Menge an Gold ist, die gekauft wird, desto günstiger ist der Preis pro Menge. Je kleiner die Goldmenge ist, desto höher ist der prozentuelle Zuschlag, den Sie dafür bezahlen. Nicht viele Menschen haben aber so viel Erspartes, um sich auf einen Schlag einen Kilo Gold kaufen zu können. Wenn Sie aber über einen Goldhändler einkaufen, der große Mengen an Gold ankauft, profitieren Sie dadurch auch von einem günstigeren Einkaufspreis.  

 

Die Praxis hat gezeigt: Je früher man Gold kauft, desto besser. Wer auf eine große Stückelung spart, der kommt nie zum Kaufen. Besser ist es, gleich zu investieren, dafür in Raten. Durch den Ankauf in Raten können Sie außerdem von Kursschwankungen profitieren.

 

Auch hier sollten Sie genau auf die Bedingungen und die Seriosität Ihres Goldhändlers achten. Gehen Sie bei Ihrem Ratenkauf sicher, dass es sich um den Eigenerwerb und tatsächlichen Besitz von Gold handelt.

 

 

3. Diversifikation ist das A und O

 

Das gilt für Geldanlage generell und auch für den Bereich der Edel- und Technologiemetalle. Ihr Edelmetalldepot kann neben den Klassikern Gold und Silber auch die die Weißmetalle Platin und Palladium, Technologiemetalle oder Diamanten enthalten.

  

 

4. Die Sache mit den Steuern: Gesamtkosten optimieren

 

Bei der Investition sollten Sie darauf achten, die günstigsten Gesamtkosten zu haben. Dabei ist die wichtigste Komponente das Thema Steuer.

 

Beim physischen Ankauf ist Gold ab einem gewissen Reinheitsgehalt steuerfrei. Für andere Metalle, wie etwa Silber, fällt für den Kauf und die Zustellung die Mehrwertsteuer an. Dies ist nicht der Fall, wenn diese Metalle nach dem Kauf in einem zollfreien Lager aufbewahrt werden. Es gibt auch Möglichkeiten, sich Silber mit einem ermäßigten Differenzsteuersatz nach Hause schicken zu lassen. Die Höhe der Steuer hängt immer vom jeweiligen Händler und der jeweiligen steuerlichen Gesetzgebung ab.

 

Nach einer Behaltefrist von einem Jahr und einem Tag ist der Verkauf von physischem Gold sowie anderen Metalle einkommensteuerfreiGoldinvestment in nicht-physischer Form ist KESt-pflichtig.

 

Die steuerliche Situation sollte immer individuell betrachtet werden und kann sich auch jederzeit ändern.
 

 

5. Die richtige Lagerung

 

Diversifikation bietet Sicherheit, das gilt auch für die Lagerung von Gold. Bei der Lagerung sollten Sie zwei Punkte beachten:

  • Das Gold wird über Ihren Händler für Sie in einem Hochsicherheitstresor mit dementsprechendem Versicherungsschutz gelagert.
  • Es besteht die Möglichkeit, sich das Gold ab einer gewissen Stückelungsgröße (z.B. Unze (= ca. 28,35 g), 50g, 100g) nach Hause schicken zu lassen, wo Sie es selbst verwahren. Hierbei ist ein sicherer Tresor oder ein gutes Versteck essentiell, ebenso wie eine gute Versicherung.

 

Berücksichtigen Sie in Ihrer Haushaltsversicherung eine ausreichende Versicherungssumme für Ihr Gold. Im Fall eines Diebstahls sind üblicherweise nur geringe Sublimits vereinbart.

 

Auch Banken bieten Tresore und Schließfächer für die Goldlagerung an. Hierbei sollten Sie aber bedenken, dass Sie im Falle eines Konkurses der Bank Schwierigkeiten haben könnten, zu Ihrem Gold zu kommen.

 

Jede Option hat ihre Vor- und Nachteile, Risiken gibt es überall. Deswegen ist im Bereich der Lagerung eine Diversifikation sinnvoll. Es macht durchaus Sinn, einen kleinen Teil des Goldes bei sich zuhause zu lagern, in einer Stückelung, die man immer veräußern kann.

 

Silber, Weiß- und Technologiemetalle sollten Sie nicht bei sich zuhause, sondern in zollfreien Depots lagern. Einerseits, weil dies aus steuerlichen Gründen vorteilhafter ist und andererseits, weil die Industrie nicht von Privatpersonen kauft, sondern ausschließlich von Großhändlern.
Zwei goldenen Sparschweine mit Sonnenbrille stehen in einem grauen Raum. Sie werfen lange Schatten auf den Boden und die Wand hinter sich.

Beständigkeit & Stabilität

 

Gold wird seit jeher als wertvoll angesehen und dient seit über 3.000 Jahren als Wertanlagemittel. Aufgrund seiner Beständigkeit und Sicherheit in Krisenzeiten ist Gold ein wichtiger Bestandteil in jedem Wertanlagedepot.

 

Wie in jedem Bereich der Geldanlage kann und sollte auch in diesem Bereich diversifiziert werden. Neben Gold können auch Silber, die Weißmetalle Platin und Palladium, Technologiemetalle oder Diamanten Teil ihrer Wertanlage sein.

 

Goldstandard & Fiat-Währungen

 

Der US-amerikanische Unternehmer Ray Dalio bringt es auf den Punkt: „Wer kein Gold besitzt, kennt weder Wirtschaft noch Geschichte.

 

Die Aufhebung des Goldstandards 1971 hatte und hat starke Auswirkungen auf den Wert von Papierwährungen. Dies kann man besonders gut am Beispiel des US-Dollars in der unteren Grafik erkennen.#Diese Grafik wurde freundlicherweise von der SOLIT Management GmbH zur Verfügung gestelltQuelle Grafik: SOLIT Management GmbH

 

Von 1940 bis 1971 hatte der US-Dollar einen recht konstanten Wert im Vergleich zu Gold. Das lag daran, dass es den Goldstandard gab und der Dollar mit Gold besichert war. Es durften also nur so viele US-Dollar gedruckt werden, wie mit den Staatsreserven an Gold gedeckt werden konnte.  

 

Die USA hatten die Möglichkeit dies zu tun, da Sie durch den Waffenverkauf im Zweiten Weltkrieg große Goldvorräte besaßen. In den Folgejahren war es möglich, 35 Dollar in eine Unze Gold einzutauschen. Nach dem Krieg steckten die USA viel Geld in ihr Rüstungssystem sowie Forschungsprogramme, wie etwa die Mondlandung, wodurch andere Staaten in Dollar bezahlt wurden, die sie in Gold eintauschen konnten.  

 

Durch diese Investitionen verringerte sich der Goldschatz der USA während Staatsdefizite zunahmen. 1971 verkündete US-Präsident Richard Nixon die Aufhebung des Goldstandards. Es war nun möglich, die Dollar-Menge je nach Bedarf, ungeachtet der Goldvorräte, zu erhöhen. In der Grafik ist der Wertverlust des US-Dollars, der auf diese Entscheidung folgte, klar ersichtlich. Andere Staaten waren dieser Situation mehr oder weniger ausgeliefert, da sie große Mengen an Dollars angehäuft hatten und ein kompletter Absturz dieser Währung für sie nicht leistbar gewesen wäre.  

  

An der Grafik lässt sich des Weiteren erkennen, dass jede Währung in der Vergangenheitihr Ende gefunden hat. Fiat-Währungenverlieren ständig an Wert, dabei ist natürlich auch der Euro keine Ausnahme

 

Fiat-Währungen, auch Fiat-Geld genannt, haben keinen inneren Wert und sind nicht an Rohstoffpreise wie Gold oder Silber gebunden. Sie werden von Regierungen als Zahlungsmittel festgelegt. Das Wort fiat kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie “entstehen”.

 

Seit der Einführung des Euro im Jahr 2002 bis ins Jahr 2022 hat sich die Bilanzsumme der Europäischen Zentralbank verneunfacht. Es ist also neunmal so viel Geld im Umlauf, als bei der Einführung. Das wirkt sich unweigerlich auf die Inflation und den Kaufkraftverlust der Währung aus. Im Gegensatz dazu bleibt Gold im Wert konstant. Wichtig hierbei zu wissen ist: Gold steigt nicht im Wert, es hält den Wert.

 

Neben zentral gesteuerten Fiat-Währungen gibt es weltweit bereits Pilotprojekte zu digitalem Zentralbankgeld (CBDC). Welche Auswirkungen die Umstellung auf eine zentral gesteuerte digitale Währung haben könnte, werden wir vielleicht bereits in einigen Jahren beobachten können.

Ein modernes Wohnhaus mit mehreren Fenstern steht im Grünen. Das Wohnhaus hat viele Fenster und ist sehr hell.

Anlegerwohnung

 

Beim Kauf einer Anlegerwohnung erwerben Sie meistens eine einzelne Wohnung. Gegenüber dem Bauherrenmodell hat diese Form allerdings einige Nachteile. Erstens darf diese nur auf 67 Jahre anstatt 15 Jahre abgeschrieben werden. Zweitens trifft Sie Mietausfall bei Nichtvermietung zu 100% mit allen damit verbundenen Nachteilen, wenn kein Mietenpool mit den anderen Eigentümern im Gesamtobjekt vereinbart wurde.

 

Anders als beim Bauherrenmodell gibt es für Anlegerwohnungen weniger staatliche Förderungen. Es besteht außerdem die Gefahr, vorhandene Steuervorteile rückwirkend zu verlieren, wenn kein Totalgewinn erreicht werden kann. Das ist der Fall, wenn nach spätestens 25 Jahren + 3 Jahren Bauzeit kein Überschuss durch die Vermietungstätigkeit erwirtschaftet werden kann. In so einem Fall kann nämlich seitens des Finanzamts der Verdacht auf Liebhaberei bestehen.

 

Der Vorteil der Anlegerwohnung gegenüber dem Bauherrenmodell ist, dass Sie bereits mit weniger Kapital investieren können. Diese sind nämlich bereits unter 100.000 € erhältlich.

Die beste Geldanlage

Die 9 wichtigsten Punkte für Ihre Geldanlage

 

Egal ob man kleine oder große Beträge investieren möchte, ob einmalig oder ratierlich, es ist wichtig, einige Grundregeln unseres Geld- und Wirtschaftssystems zu verstehen. Hier verraten wir Ihnen, was die wichtigsten Punkte sind, auf die man achten sollte und wie wir als unabhängige Vermögensberater Sie beim Erreichen Ihrer finanziellen Ziele unterstützen können.

 

1. Inflation

 

 

Die Voraussetzung für eine erfolgreiche Kapitalanlage: Wir müssen die tatsächliche Inflation schlagen. Nur so ist es möglich, einen realen Gewinn zu erwirtschaften. Man kann nur von einem erfolgreichen Kapitalaufbau sprechen, wenn eine Rendite über der Inflation erhalten wird. Alles andere würde einem realen Verlust entsprechen.

 

 

 

 

 2. Geschichtliche Entwicklung der Währungen

 

 

Unser aktuelles Währungssystem entstand 1971 mit der Aufhebung des Goldstandards. Diese Grafik zeigt, wie stark der Wertverlust der aktuellen Währungen im Vergleich zum Sachwert Gold ist.

 

 

 

 3. Bilanzsumme der EZB

 

 

Als der Euro 2003 eingeführt wurde, lag die Bilanzsumme bei ca. 0,83 Bio. €. Anfang 2020 machte sie bereits ca. 4,5 Bio. € aus und nach Ende der Corona-Krise 2023 belief sie sich auf knappe 8 Bio. €. Das bedeutet, dass im Vergleich zu 2003 etwa die achtfache Geldmenge im Umlauf ist.

 

Hier sehen Sie, wie sich die Bilanzsumme der EZB in den letzten Jahren verändert hat.

 

Eine Frage, die man sich in diesem Kontext stellen sollte: Inwieweit werden sich die neuen Central Bank Digital Currencies (CBDC) auf unser bestehendes Vermögen auswirken?

 

 

4. Sachwertanteil

 

 

Wir leben in einem Zeitalter mit hoher Inflation und steigenden Staatsverschuldungen. Eine Lösung hierbei ist die Investition in Sachwerte. Unter Sachwerten versteht man unter anderem Immobilien, Edelmetalle oder Aktien. Wie hoch soll der Sachwertanteil Ihres Investments sein?

 

Alternativ zu Sachwerten entscheiden sich viele Menschen für Investitionen in unser bestehendes Geldsystem bis hin zu Anleihen. Die Frage ist, wie ratsam ein solches Investment in der heutigen Zeit überhaupt noch ist.

 

 

5. Nachhaltigkeitspräferenzen

 

 

Gerne berücksichtigen wir auch Ihre Nachhaltigkeitspräferenzen in Ihrem Investment, auch bei Sachwertinvestitionen.

 

 

6. Chancen & Risiken

 

Im Bereich der Geldanlage gibt es einen wichtigen Grundsatz: Es gibt nicht das beste Investment, es gibt nur eine möglichst breite, gut gestreute Diversifizierung. Jedes Investment hat seine Chancen & Risiken, niemand kann im Vorhinein sagen, was das beste Investment sein wird. Einen Anhaltspunkt zur Orientierung bieten die SSRI-Risikoklassen, die den Investmentmöglichkeiten eine Klasse von 1 (=niedriges Risiko) bis 7 (sehr hohes Risiko) zuordnen.

 

Investment ist eine Frage der Zeit und der Volatilität: Je mehr Zeit für die Geldanlage eingeplant wird, desto höher kann das Risiko gewählt werden. Ein höheres Risiko bedeutet schließlich auch größere Gewinnchancen. Je länger die geplante Laufzeit ist, desto höher kann die Volatilität sein, da langfristig immer der Durchschnittswert relevant ist. 

 

 

7. Steuerliche Begünstigungen nutzen

 

 

In Ihrer Geldanlage können Sie unter anderem folgende steuerliche Vorteile nutzen:

 

  • Der Kauf von Gold mit hohem Reinheitsgrad (z.B. Goldbarren) ist immer steuerfrei.
  • Silber & Weißmetalle können über zollfreie Depots, und somit zum Nettopreis, gekauft werden.
  • Internationale Immobilienfonds bieten oft durch diverse Differenzsteuerabkommen eine vergünstigte Kapitalertragssteuer an.
  • Bauherrenmodelle bieten im Gegensatz zu Anlegerwohnungen oft eine begünstigte Abschreibung auf 15 Jahre an, was einer erheblichen steuerlichen Förderung entspricht.
  • Durch die richtige Wahl der Plattform oder des Produktmantels beim Kauf von ETFs, zum Beispiel mit dem Ziel einer Pensionsvorsorge, sind die Gewinne KESt-frei. Somit gibt es keine Besteuerung auf die Gewinne. (Privileg in Österreich)
  • Der jährlicher Gewinnfreibetrag von Unternehmen kann auch in Immobiliensachwertfonds oder eine Beteiligung im Bereich der erneuerbaren Energien investiert werden.

 

 

8. Kontaktaufnahme & Erstgespräch mit Ihrem Vermögensberater

 

 

Wir legen Wert auf ganzheitliche Beratung und professionelle Diversifikation. Im Erstgespräch informieren wir Sie über verschieden Investitionsmöglichkeiten sowie mögliche Chancen und Risiken der einzelnen Optionen.

 

Gerne können Sie uns vorab, wenn vorhanden, einen Scan Ihres Wertpapierdepots oder eine grobe Aufstellung Ihrer Geldanlage senden.

 

 

9. Langjährige Betreuung

 

 

… um auch wirklich alle Investmentziele zu erreichen.

Das Investment sollte immer im Gesamten betrachtet werden. Als unabhängige Vermögensberater verfügen wir über langjährige Erfahrung und gute Netzwerke, die es uns ermöglichen, an Deals aus dem „Großhandel“ zu kommen. Wichtig ist, die Flexibilität zu wahren, damit wir in Zukunft unkompliziert notwendige Anpassungen durchführen können.
Kleine Holzhäuser stehen auf einem Tisch. Jemand hält von Links eine Lupe vor eines der Häuser.

Immobilien-Sachwertfonds

 

Bei der Investition in einen Immobilienfonds sollten Sie darauf achten, dass dieser Fonds auch tatsächlich Sachwerte besitzt, also Eigentümer der Liegenschaften ist. Ein großer Vorteil von Immobiliensachwertfonds ist, dass Sie bereits mit kleinen Beträgen ab ca. 1.000 € investieren können und somit einen Anteil an einem Unternehmen erhalten.

 

Auch die Laufzeit dieser Investition ist flexibel. Sie haben die Möglichkeit, den Investmentfonds wieder zu veräußern, wenn Sie das Geld benötigen sollten. Das Geld erhalten Sie in den in den meisten Fällen sofort, da seitens der Fonds immer eine gewisse Liquidität gehalten wird.

 

Durch Immobiliensachwertfonds ersparen Sie sich zudem einen enormen Verwaltungsaufwand. Solche Fonds bieten meist ein breit gestreutes, diversifiziertes Immobilienportfolie, was das Investitionsrisiko für Sie mindert.

Ein sonniges Wohnzimmer mit geöffneter Balkontür, durch die man einen schönen, grünen Garten sehen kann.

Trautes Heim, Glück allein…

 

Wohnen kostet immer Geld. Entweder man zahlt Miete, oder man bezahlt die Kreditraten für seine eigenen vier Wände. Wenn Sie einen Platz gefunden haben, an dem Sie sich wohlfühlen, ist der Eigentumserwerb immer zu bevorzugen. So schaffen Sie sich Ihr eigenes Heim und müssen nicht ein Leben lang – auch in der Pension – Miete zahlen. Es ist eine gute Investition und Geldanlage für die Zukunft. Außerdem zahlt es sich bei einer Eigentumswohnung aus, diese exklusiver einzurichten.

 

Um sich eine Wohnung kaufen zu können, müssen Sie eventuell einen Kredit aufnehmen. Wir helfen Ihnen gerne dabei, die beste Finanzierung mit den besten Konditionen zu finden.

Kleine Holzhäuser stehen in einer Reihe. Von oben wird von einer Hand ein weiteres Holzhaus in die Reihe eingesetzt.

Ihr Fundament für morgen

 

Immobilien haben sich in krisengeschüttelten Jahren als eine der sichersten und wertbeständigsten Anlageformen herauskristallisiert und bewährt. Laufende und stabile Renditen durch Mietzahlungen, solide Wertsicherung und persönliche Grundbucheintragung schaffen einen inflationsgesicherten Vermögensaufbau, der über Generationen bestehen bleiben kann.

 

Um es mit den Worten von US-Präsident Franklin D. Roosevelt zu sagen: "Grundbesitz kann nicht verloren gehen oder gestohlen werden, er lässt sich auch nicht wegtragen. Wird er mit angemessener Sorgfalt verwaltet, ist er die sicherste Kapitalanlage der Welt."

 

 

Wie investiere ich am besten in Immobilien?

 

Wie auch sonst im Geldanlagebereich gibt es hier verschiedene Möglichkeiten. Sie können etwa ein Bauherrenmodell, eine Anlegerwohnung oder die Beteiligung in einem Immobiliensachwertfonds wählen. Wie immer im Geldanlagebereich hat jede Option ihre Vor- und Nachteile. Dazu später mehr. Investitionen in Sachwerte haben sich schon immer bewährt und werden vermutlich auch in Zukunft die wichtigste Geldanlage sein.

 

Das Wichtigste im Überblick: 

 

    Für Mieteinnahmen    
Investition von 250.000 € Eigentumswohnung Anlegerwohnung Sachwert-Immobilienfonds nach SCPI Bauherrenmodell
Netto-Mieteinnahme/Jahr 0 €
(dafür Mietersparnis)
ca. 5.000 € ca. 12.500€ ca. 5.000€
Förderungen als zusätzliche Einnahme
(auf 20-25 Jahre)
0 € 0 € 0 € ca. 125.000 €
In anderen Worten... Sie zahlen den vollen Preis Sie zahlen den vollen Preis Sie erhalten die gleichen Mieteinnahmen, investieren aber nur ein Drittel bis die Hälfte der Investitionssumme Sie kaufen eine Immobilie zum "halben Preis"
  Jederzeit möglich
Achtung: Immobilien-Ertragssteuer
Nach steuerlichem Gewinn möglich. Jederzeit möglich
Hinweis: Liquiditätsrisiko
Nach steuerlichem Gewinn möglich.
Zeitraum für den steuerlichen Totalgewinn (für Käufe seit 2024) - Kleine Vermietung: 25 Jahre + 3 Jahre Bauzeit - Große Vermietung (=prozentueller Anteil an einer Immobilie): 30 Jahre + 3 Jahre Bauzeit

Kleine Vermietung (Parifizierung): 25 Jahre + 3 Jahre Bauzeit

 

 

Wichtig für Ihr Immobilieninvestment sind staatliche Begünstigungen und Förderungen. In Städten liegt der Trend, ganz im Sinne der Nachhaltigkeit, auf der Sanierung von Objekten, um weiterer Bodenversiegelung entgegenzuwirken. Die Förderungen richten sich hierbei oft nach sozial-ökonomischen und ökologischen Faktoren (z.B. Heizungsart, Wasseraufbereitung, Isolierung und Dämmung, erneuerbare Energie).

 

Ein weiteres Kriterium bei der Auswahl der Immobilie ist natürlich die Lage. Besonders durch die Entwicklungen der letzten Jahre in der Corona-Pandemie besteht für viele der Wunsch, im Grünen zu leben oder einen Garten zu besitzen. Auch die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel spielt eine große Rolle.

 

Während Sie für Ihre privat genutzte Eigentumswohnung vermutlich die Bestlage anstreben werden, gilt es bei Ihrem Immobilieninvestment ein Kompromiss bezüglich der Lage einzugehen.

 

Bei Immobilieninvestments müssen Sie nämlich aus steuerlichen Gründen innerhalb eines bestimmten Zeitraumes einen Totalgewinn erreichen:

  • Bauherrenmodelle: bis zu 30 Jahre + 3 Jahre Bauzeit
  • Anlegerwohnung & Bauherrenmodelle inkl. Parifizierung: 25 Jahre + 3 Jahre Bauzeit

Ansonsten könnten Sie aufgrund von „Liebhaberei“ die steuerlichen Vorteile rückwirkend verlieren.

 

Beachten Sie auch, dass sich die Steuergesetzgebung jederzeit verändern kann. Fragen Sie hier bitte immer Ihren Steuerberater.

 

Immobilien in Bestlage sind sehr teuer, sodass es fast unmöglich geworden ist, innerhalb dieser Zeitspanne einen Totalgewinn zu erzielen. Die beste Lage muss also nicht immer das Beste für Ihr Immobilieninvestment sein. 

 

Rundum-Sorglos-Paket bei der Immobilieninvestition

 

Für Sie als Anleger ist ein Rundum-Sorglos-Paket empfehlenswert, das Folgendes beinhalten sollte:

  1. Bedarfsanalyse & Beratung: Wie viel Kapital soll in etwa wann und wo investiert werden?
  2. Anpassung an individuelle steuerliche Gegebenheiten: Was muss mit der steuerlichen Vertretung abgeklärt werden?
  3. Immobiliensuche: Was ist das ideale Objekt bzw. Projekt?
  4. Realisierung: ausschließlich mit professionellen Projektentwicklern mit langjähriger Erfahrung.
  5. Finanzierung: Welche Finanzierung hat die besten Konditionen?
  6. Versicherung: Absicherung der Immobilie mit dem bestmöglichen Versicherungsschutz.
  7. Platzierung des gesamten Objektes.
Würfel liegen nebeneinander auf Münzstapeln in verschiedener Höhe. Auf dem Würfel ganz rechts, der am größten ist, steht “Steuertipps”.

Nur kein Geld verschenken – Steuerlast senken

 

Durch den Gewinnfreibetrag wird die steuerliche Bemessungsgrundlage verringert, was die Einkommenssteuer senkt. Er kann nach der Gegenüberstellung von Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben noch vom ermittelten Gewinn abgezogen werden, quasi als fiktive Betriebsausgabe.  

 

Dieser Betrag ist also ein Teil des Gewinns, den Unternehmer und Freiberufler durch die Investition in bestimmte Bereiche, die sogenannten begünstigten Wirtschaftsgüter, steuerfrei stellen können. Wichtig ist, dass diese Wirtschaftsgüter dafür mehr als vier Jahre gehalten werden müssen. 

 

 

Wie hoch ist der Gewinnfreibetrag? 

 

Es gibt den Grundfreibetrag, der in der jeweiligen Steuererklärung automatisch vom Steuerberater berücksichtigt wird. Darüber hinaus kann eine Investition im jeweiligen Kalenderjahr getätigt werden, die den Gewinn dementsprechend mindert. 

 

Wir empfehlen rechtzeitig im Herbst beim Steuerberater oder der Steuerberaterin anzufragen, wie hoch Ihr diesjähriger Gewinnfreibetrag denn sein soll.
 

 

Hier finden Sie den Rechner vom Österreichischen Finanzamt, wo Sie sich Ihren Gewinnfreibetrag ausrechnen können. 

 

Als Unternehmer hat man oft am Ende des Jahres den Zeitdruck, noch möglichst schnell diese Investition zu tätigen, damit man diesen Steuereffekt nutzen kann. Hier hat man oft nicht mehr die Zeit, auf die Qualität des Investments zu achten. Unsere Empfehlung ist: Schließen Sie nicht das erstbeste Produkt ab, das Ihnen empfohlen wird, sondern achten Sie auf die Qualität des Investments. Das Ziel ist nicht nur, diesen Betrag abschreiben zu können, sondern auch eine dementsprechende Rendite zu erhalten. Dann kann es passieren, dass Sie nach vier Jahren das Geld gar nicht herausnehmen, sondern weiter veranlagt lassen wollen. 

 

 

Welche Arten von Investments kann ich steuerfrei stellen? 

 

Was sind sie also genau, diese begünstigten Wirtschaftsgüter? Diese sogenannten §14-Investments sind in dem meisten Fällen Investmentfonds, die auf Anleihen basieren, was in der aktuellen Wirtschaftssituation ein größeres Risiko darstellt. 

 

Es gibt in diesem Bereich aber auch Investitionsmöglichkeiten, die in Sachwerte investieren, wie etwa diverse Immobilienanlagen, wodurch Sie Eigentümer und nicht Gläubiger sind. Erfahrungsgemäß können Sachwerte mehr Sicherheit bieten als Geldwerte.

Auf einem weißen, glatt polierten Tisch liegt ein Münzstapel. In der Tischplatte spiegeln sich Geldscheine und im Hintergrund sind Aktienkurse zu erkennen.

Welche Möglichkeiten habe ich?

 

Die Welt ist im Wandel. Viele Dinge, die in der Vergangenheit funktioniert haben, müssen nicht unbedingt auch in Zukunft funktionieren. Einige Themen, die man im Bereich der Geldanlage berücksichtigen sollte, sind: 

 

  • Cash & Einlagensicherung
    Wie viel Cash sollte man in Euro (oder in anderen Währungen wie z.B. CHF) halten? Dabei sollte man nicht außer Acht lassen, dass auch Banken in Konkurs gehen können und es seit 2015 keine staatliche Einlagensicherung mehr gibt.  

 

  • Investitionen in Immobilien  
    Dies umfasst etwa Immobilien, Liegenschaften, Eigentumswohnung, Bauherrenmodelle oder Sachwertimmobilienfonds, in welche man auch mit geringen Beträgen investieren kann. 

 

  • Investitionen in Edelmetalle
    Gold und Edelmetalle dienen seit Jahrtausenden als Wertanlagemittel. Auch in diesem Bereich kann diversifiziert werden, etwa durch eine Investition in Gold, Silber, Weißmetalle (Platin & Palladium), Technologiemetalle bis hin zu Diamanten

 

  • Investitionen in Megatrends
    Unter „Megatrends“ versteht man bestimmte Wachstumsbranchen wie z. B. Technologie, Health Science oder Green Investment wie u.a. Ausbau der Erneuerbaren Energiegewinnung. Hierbei kann auch das Nachhaltigkeitskriterium berücksichtigen werden.  

 

Niemand weiß, welche Investmentstrategie die erfolgreichste sein wird, deshalb war es schon immer klug, breit diversifiziert zu sein.
Viele kleine rosa Sparschweine sind in einem regelmäßigen Abstand auf einem blauen Hintergrundbild abgebildet.

Die wichtigsten Begriffe in der Geldanlage

 

Im Investmentbereich begegnet man immer wieder denselben Begriffen. Gerade, wenn man beginnt, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, kann die Fachterminologie etwas kompliziert sein. Hier finden Sie die wichtigsten Begriffe zusammengefasst und kurz erklärt.

 

 

Sparbuch bzw. Sparkonto

 

Ein Sparbuch ist eine traditionelle Art der Geldanlage, welche speziell zum Sparen von Geld gedacht ist. Dabei wird bei der Bank ein Sparkonto ohne feste Laufzeit und mit variabler Verzinsung eröffnet. Hierbei sollte bedacht werden, dass Sparbücher im Falle eines Bankencrash unter die Abwicklung nach dem BaSAG fallen und die Höchstgrenzen der Einlagensicherung gelten.

 

 

Bausparer

 

Die Geldanlage mit einem Bausparvertrag teilt sich in zwei Phasen. Zunächst legen Sie über einen festgelegten Zeitraum regelmäßig Geld an, um ein Mindestguthaben zu erreichen. Nach der Zuteilung des Vertrages erhalten Sie das angesparte Guthaben sowie ein Darlehen, dessen Konditionen bereits zuvor ausverhandelt worden sind. Dieses kombinierte Kapital können Sie anschließend dafür nutzen, eine Immobilie zu kaufen oder es zu renovieren.

 

 

Er- und Ablebensversicherung

 

Diese Versicherungen bieten eine vermeintlich höhere Sicherheit, unter anderem durch Kapitalgarantie oder einen fixen Rechnungszins. Sie haben aber den Nachteil, dass die erzielte Rendite mit hoher Wahrscheinlichkeit unter der Inflationsrate liegen wird. Oft sind die Kosten sogar größer als die Gewinne. Es kann also auch zu einem nominellen Verlust kommen. In anderen Worten: Man bekommt oft weniger heraus, als man einbezahlt hat. 

 

 

Anleihen

 

Eine Anleihe ist ein Forderungswertpapier, mit dem eine zukünftige Forderung verbrieft wird. In anderem Worten: Bei diesem Modell borgen Sie jemandem Geld, etwa Staaten oder Unternehmen, und hoffen, dass Sie dieses Geld mit einem fix vereinbarten Zinssatz wieder zurückbekommen. Eine Anleihe steigt im Wert, wenn die Zinsen fallen, da dies bedeutet, dass die Nachfrage nach dieser Anleihe groß ist. Anleihen galten lange Zeit als eher sicher, basieren aber auf Schulden und der Erwartung, dass der Schuldner das Geld immer zurückzahlen kann.

 

Bei diesem Investmenttitel sollten Sie sich aber die Frage stellen: Wer haftet dafür, dass Sie dieses Geld auch wirklich bekommen, wenn das Unternehmen beispielsweise in Konkurs geht? Auch bei Staatsanleihen besteht das Risiko, dass der Staat auf Basis der CAC-Klausel einen Schuldenschnitt machen könnte.

 

Was ist die CAC-Klausel?
Euro-Staatsanleihen, die nach 2013 gekauft werden, beinhalten die sogenannte Collective Action Clause. Dadurch ist es dem jeweiligen Staat unter bestimmten Voraussetzungen möglich, eine Veränderung der Zahlungsverpflichtungen vorzunehmen. Dies kann im Worstcase zur Folge haben, dass Gläubiger ihr investiertes Geld nicht zurückbekommen. 100% Verlust sind unwahrscheinlich. Ein Schuldenschnitt zu einem bestimmten Prozentsatz ist aber durchaus möglich.

 

Die Sicherheit von Staatsanleihen ist vom jeweiligen Staat abhängig. Staaten mit einer geringen Verschuldungsquote, wie etwa Deutschland oder der Schweiz, werden von Investoren oft mit einer höheren Sicherheit bewertet.

 

 

Aktien

 

Wenn Sie Aktien kaufen, erwerben Sie Beteiligungswerte an einem Unternehmen, also einen Anteil am Grundkapital der Aktiengesellschaft und sind damit gewinnbeteiligt. Der Wert einer Aktie richtet sich nach der Erwartung des Finanzmarktes, wie erfolgreich das Unternehmen in Zukunft sein wird, also nach Angebot und Nachfrage. Aktien unterscheiden sich im Hinblick auf den Besitz und die Art einer Aktie.

 

 

Investmentfonds


Anstatt nur in einen Titel zu investieren, können Sie durch einen Investmentfonds in viele Titel investieren lassen (Risikostreuung = Diversifikation). Die Fonds werden von erfahrenen Investmenthäusern zusammengestellt.

 

Bei Investmentfonds unterscheidet man drei verschiedene Arten:

 

  • Aktienfonds investieren in Aktien.
  • Anleihenfonds, auch Rentenfonds genannt, investieren in Anleihen.
  • Bei Mischfonds wird in eine Mischung aus Aktien, Anleihen und, eventuell, anderen Vermögenswerten investiert, wobei in der Regel eine Mischung aus Ertrag und Wachstum angestrebt wird.

 

Zusätzlich können Fonds wie folgt kategorisiert werden.

 

  • Fonds können auch nach ihrem geographischen Investitionsraum unterschieden werden, also Länderfonds, internationale und globale Fonds.
  • Investiert ein Fonds vollständig in einen Themenschwerpunkt, spricht man von Themen- oder Branchenfonds. Bezüglich der Themen, in die investiert wird, kann auf sogenannte Megatrends, wie Technologie oder Health Science, gesetzt werden.
  • Dachfonds investieren nicht direkt in Wertpapiere. Hier wird das Kapital in andere Investmentfonds angelegt. So soll eine breite Diversifikation erreicht werden.

 

 

ETFs


ETFs (Exchange Traded Funds), auch Indexfonds genannt, bilden einen Index nach, in den man investieren kann. Im Vergleich zu anderen Investmentfonds haben ETFs deutlich geringere Kosten: Da diese rein nur einen Index abbilden, müssen sie nicht aktiv gemanagt werden.

 

Was bedeutet eigentlich „Index abbilden“?

 

Die wertvollsten Unternehmen an einer Börse werden in einen Aktienindex aufgenommen. Anhand dieses Index kann man grob den Wertverlauf der jeweiligen Börse nachvollziehen: Wenn alle Unternehmen schlecht performen und somit der Aktienwert fällt, fällt auch der Index. Falls eine Hälfte der Unternehmen gut performt und die andere Hälfte schlecht, bleibt der Index in etwa gleich. ETFs bilden einen bereits existierenden Index nach.

 

 

Plattformen bzw. Produktmäntel

 

Nun wissen Sie, in welche Investmenttitel Sie investieren können. Bleibt noch die Frage: wie? Es gibt verschiedene Plattformen, über die Sie Investmenttitel kaufen können. Diese Plattformen werden manchmal auch Produktmäntel genannt. Jede dieser Optionen hat ihre Vor- und Nachteile. Als Investor müssen Sie für sich selbst entschieden, welches Modell am besten zu Ihnen passt.

 

Wenn Sie aktiv entscheiden möchten, wie investiert wird, gibt es folgende Möglichkeiten:

 

  • Wertpapierdepot online oder bei einer Bank. Hierbei können Sie aus einer großen Auswahl der oben genannten Arten von Investmenttitel wählen.
  • Fondsgebundene Lebensversicherung. Diese Option kann große Kostenvorteile mit sich bringen, wenn bestimmte Parameter beachtet werden.

 

 

Vermögensverwaltung

 

Vermögensverwaltungen bieten Kunden mehr Individualität und Transparenz. Hierbei baut ein professionelles Investmentteam nach Kundenwunsch ein eigenes Investmentportfolio auf. Die Vermögensverwaltung verrechnet eine jährliche Gebühr, die vorab individuell vereinbart wird. Für den Erwerb der Investmenttitel wird dafür keine Provision verrechnet.

Münzstapel, die nach rechts hin immer höher werden, sind nebeneinander auf einem erdigen Untergrund aufgestellt. Auf ihnen wachsen Pflanzen, die ebenfalls nach rechts hin immer größer werden.

Investieren für eine nachhaltige Zukunft

 

Das Thema Nachhaltigkeit begegnet uns in der heuteigen Welt immer und überall, so auch im Investmentbereich. Die Wichtigkeit des Themas liegt auf der Hand: Der Erdüberlastungstag in Österreich, also der Tag, ab dem wir für das restliche Jahr mit unserem Rohstoffverbrauch auf Kosten der nachfolgenden Generationen leben, ist in den letzten Jahren schon Anfang April gewesen.  

 

Durch die Investition in nachhaltige Unternehmen können wir nicht nur eine nachhaltigere Entwicklung unterstützen, sondern auch langfristig positive Erträge erwirtschaften. Diese Unternehmen zeichnen sich dadurch aus, dass sie Krisen besser überstehen und auch besser performen, da sie ökologische Risiken richtig einschätzen. 

 

Der Sustainable Finance Sektor hält somit großes Potential bereit. Nicht zuletzt die Corona-Pandemie befeuert diesen Wirtschaftsbereich. Einige interessante Themen sind alternative Energieerzeugung, Energieeffizienz, Wasserversorgung, Mobilität und Transport, Green Buildings, intelligente Stromnetze (Smart Grids), Blue Economy (nachhaltige Nutzung der Meeresressourcen) oder Recycling.  

 

Natürlich birgt dieser Investmentbereich, wie jeder andere, neben seinen Chancen auch seine Risiken. Da es sich um einen relativ neuen Markt handelt, kann nur schwer eingeschätzt werden, wie überlebensfähig die jeweiligen Unternehmen sind.

 

Die Frage, die sich stellt: Wann spricht man von Sustainable Finance? Laut der Taxonomie-Verordnung, einem Klassifikationssystem des Europäischen Parlaments, sind nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten solche, die 

  • Umweltziele, wie etwa Klimaschutz, wesentlich erfüllen
  • die Erfüllung keines Umweltziels erschweren
  • den technischen Evaluierungskriterien gerecht werden 
  • und dem Mindestschutz für Arbeitnehmerinnen entsprechen. 

 

Umwelt ist eine der drei Säulen des ESG (Environmental Social Governance; dt.: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung). Mit diesem Begriff wird die unternehmerische Sozialverantwortung bewertet. 

 

Durch die Zertifizierung mit Gütesiegel, wie dem Österreichischen Umweltzeichen, dem EU Ecolabel oder das deutsche Umweltzeichen „Blauer Engel“, soll InvestorInnen gezeigt werden, ob Unternehmen auf Nachhaltigkeit Wert legen. Auch die Einteilung von Produkten und Dienstleistungen in verschiedene Kategorien soll für Transparenz und Übersichtlichkeit im Finanzmarkt sorgen: 

  • dunkelgrün (= explizit auf Nachhaltigkeitsziele ausgerichtet) 
  • hellgrün (= weniger stichhaltige Kriterien als bei dunkelgrün) 
  • grau bzw. weiß (= nicht durch Nachhaltigkeitskriterien eingeschränkt) 

 

Nicht überall wo Nachhaltigkeit draufsteht, ist auch Nachhaltigkeit drinnen, so wie etwa beim Unternehmen Nestlé. Deswegen sollten Sie sich als Investor die Unternehmen im Detail ansehen.

 

Mit Nachhaltigkeitszielen sind hier die 17 Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen gemeint. Diese unterschiedlichen Zertifizierungssysteme sind aber leider noch nicht genügend vereinheitlicht. In diesem Bereich werden wir in den kommenden Jahren einige Entwicklungen und Neuerungen erleben. 

 

Einige Indikatoren lassen vermuten, dass wir uns derzeit in einem grünen Kondratieff-Zyklus befinden. Die Kondratieff-Zyklen gehen auf den russischen Wirtschaftswissenschaftler Nikolai Kondratieff zurück. Laut dieser Theorie herrscht eine dominierende Wellenbewegung in der Wirtschaft vor, in der die jeweiligen Wellen Jahrzehnte lang anhalten und durch Krisen, wie etwa die Klimakrise, oder technische Veränderungen hervorgerufen werden.
Ein Pärchen liegt morgens im Bett. Beide haben schmerzverzerrt das Gesicht verzogen und greifen sich auf den Rücken und das Genick, das zu schmerzen scheint.

Nur Bares ist Wahres?

 

Zu viel Bargeld unter dem Kopfpolster verursacht langfristig Nackenschmerzen – also wohin damit? In den meisten Fällen lautet die Antwort: auf die Bank. Eine gewisse Liquidität zu halten ist wichtig, aber aufgrund des Kaufkraftverlusts leider auch immer teurer. Die Geldanlage in Cash wird außerdem immer riskanter, da auch Banken in Konkurs gehen können. Viele glauben, dass sie in so einem Fall als Bankkunde durch die Einlagensicherung abgesichert sind. Eine komplette staatliche Absicherung gibt es aber seit 2015 nicht mehr.

 

Bis zur Weltfinanzkrise im Jahr 2008 gab es in Österreich eine staatliche Einlagensicherung von 100.000 € pro Privatperson pro Bank. Nach der Finanzkrise hob man diese sogar von 100.000 € auf „unlimitiert“ an, um das Vertrauen der Menschen in die Banken wiederherzustellen. Die Obergrenze von 100.000 wurde 2010 wieder eingeführt.

 

Seit 2015 gilt das Bundesgesetz über die Sanierung und Abwicklung von Banken („BaSAG“), wodurch die staatliche Haftung durch eine Bankenhaftung ersetzt wurde. Das Gesetz beinhaltet die Gläubigerbeteiligung, das sogenannte „Bail-In“. Dadurch kann Fremdkapital der Bank, also Kapital der Gläubiger, zum Eigenkapital der Bank gemacht werden, um diese zu stabilisieren.

 

Hierbei werden verschiedene Gläubigergruppen unterschieden, die der Reihe nach in einer stufenweisen Gliederung, auch Haftungskaskade oder Verlusttragungskaskade genannt, für das Bail-In herangezogen werden. Einige Gläubiger sind dabei von der Gläubigerbeteiligung ausgenommen. Das betrifft etwa Bankkunden, deren Einlagen von der Einlagensicherung gedeckt sind.

 

Bei Interesse können Sie sich hier die Bankenabwicklung der Raiffeisen-Landesbank Steiermark oder der Ersten Bank und Sparkassen ansehen.

 

 

Einlagensicherung Österreich

 

Die Einlagensicherung funktioniert folgendermaßen: Kreditinstitute in Österreich müssen in einen Einlagesicherungsfonds einzahlen. Davon gibt es insgesamt drei: den der der Einlagensicherung AUSTRIA GesmbH, den der Österreichischen Raiffeisen-Sicherungseinrichtung eGen und den der S-Haftungs GmbH für Erste Bank und Sparkasse. Das Geld in diesen Sicherungsfonds steht dann für die Einlagensicherung zur Verfügung.

 

Pro Person pro Kreditinstitut sollen 100.000 € gesichert sein. Die 100.000 € als Höchstgrenze gelten unabhängig von der Anzahl der Konten, die die jeweilige Person am Kreditinstitut hat. Bei geteilten Konten wird das Vermögen dementsprechend aufgeteilt. Wenn Sie beispielsweise bei demselben Kreditinstitut ein Girokonto mit 60.000 € und ein Sparbuch mit 60.000 € haben, sind durch die Einlagensicherung insgesamt nur 100.000 € gedeckt und nicht die gesamten Einlagen in der Höhe von 120.000 €.

 

Es gibt auch Ausnahmeregelungen, etwa erhöhte Höchstgrenzen bei Geldeinlagen, die durch den Verkauf einer Wohnimmobilie erwirtschaftet wurden. Genauer nachlesen können Sie dies hier auf dem Portal der Arbeiterkammer.

 

Es ist gesetzlich festgelegt, dass in der Einlagensicherung bis 2024 mindestens 0,8% der Summe der gedeckten Einlagen vorhanden sein muss (Stand 2022). 0,8% hört sich nicht nach viel an, ist es auch nicht. Für die Insolvenz einer kleinen Bank, wie der Commerzialbank Mattersburg im Burgenland AG im Jahr 2020, mag das ausgereicht haben, für ein größeres Kreditinstitut wird es vermutlich nicht genug sein. Die Einlagesicherungsfonds sind keine Fonds im eigentlichen Sinne, sondern GmbHs, in die nur einen geringer Prozentsatz des eigentlichen Guthabens eingezahlt werden muss.

 

Es macht Sinn, ab einem gewissen Vermögensumfang, sein Cash nicht nur bei einer Bank zu halten, sondern auf mehrere Banken aufzuteilen. Optimalerweise wählen Sie hier Banken mit verschiedenen Sicherungsfonds.

 

Wenn Sie als Unternehmer zu viel Cash haben, ist es durchaus sinnvoll, nach Rücksprache mit Ihrem Steuerberater, die Einkommenssteuer und die Sozialversicherungsbeiträge für das aktuelle Jahr vorauszubezahlen. So können Sie außerdem zur Mitte des Jahres gut kalkulieren, wie viel Geld für etwaige Investments übrigbleibt.

Bargeld wird zwar weniger wert, aber durch Cash können wir uns eine gewisse Liquidität erhalten, um Fixkosten bei unvorhergesehenen Ereignissen bezahlen zu können. Dabei machen wir aber immer Verluste durch die Inflation. Sollte es zu einer Währungsreform kommen, könnte Cash einen sehr hohen Wertverlust haben.Jeanquartier & Partner
Jemand steht barfuß auf Asphalt. Vor den Füßen der Person ist mit Kreide „Risiko“ und ein Pfeil nach rechts sowie „Sicherheit“ und ein Pfeil nach links abgebildet.

No Risk No Fun in der Geldanlage?

 

Im Bereich der Geldanlage gibt es einen wichtigen Grundsatz: Es gibt nicht das beste Investment, es gibt nur eine möglichst breite, gut gestreute Diversifizierung. Niemand kann im Vorhinein sagen, was das beste Investment sein wird.

 

Rückblickend gesehen gibt es immer Krisen, von denen in den Medien häufig berichtet wird. In jeder Krise steckt aber auch eine Chance. Das zeigt sich auch im chinesischen Wort für Krise:  Es setzt sich aus zwei Begriffen zusammen:  = Gefahr und  = Chance.

 

危機 [wij ji]

 

Die „Gefahr" lässt uns aufmerksamer werden und zeigt uns, wie wichtig es ist, Dinge zu hinterfragen, uns genauer zu informieren und auch selbst Verantwortung zu übernehmen. Die „Chance“ liegt darin, die Trends der Zukunft zu erkennen und dementsprechend das gesamte Investmentpaket anzupassen.

 

Jede Möglichkeit birgt ihre Chancen und Risiken. Auch wenn Sie Ihr Geld nicht anlegen, setzten Sie es dem Wertverlust der Inflation aus. Seit der Finanzkrise 2008 gibt es die zusätzliche Herausforderung, dass sich viele Staaten immer mehr verschulden, um unser aktuelles Geldsystem am Leben zu erhalten. Diese Situation birgt viele neue Risiken, die vielleicht jetzt noch gar nicht absehbar sind.

 

In der Praxis bedeutet das Folgendes: Aus der riesigen Auswahl an Investitionsmöglichkeiten wählen Sie jene Investments aus, die Ihnen sympathisch sind und in Ihr Anlegerprofil passen.

 

 

SRI-Risikoklassen

 

Ein Investment ist eine Chance auf Kapitalaufbau. Dabei müssen die Chancen eines Investments im Verhältnis zum jeweiligen Risiko abgewogen werden. Um dies zu erleichtern, gibt es den Summary Risk Indikator (SRI), mit dem Fonds klassifiziert und in eine von sieben Klassen eingeteilt werden.

 

Im Gegensatz zu seinem Vorgängermodell, dem SRRI (Synthetic Risk and Reward Indicator) berücksichtigt der SRI die Volatilität (= Marktrisiko) und die Emittenten (Kreditrisiko) und ist zukunftsorientierter. Über die Risikoklasse sowie weitere Merkmale des Investmenttitels werden Sie im Basisinformationsblatt, kurz BIB, informiert.

 

 

Wie in der Grafik beschrieben entspricht 1 einem sehr niedrigen Risiko und 7 einem sehr hohen Risiko. Das bedeutet aber nicht, dass ein Fonds der Klasse 7 unter keinen Umständen gewählt werden sollte, denn die Laufzeit spielt eine wesentliche Rolle für den Erfolg eines Investments.

 

Je mehr Zeit Sie für Ihre Geldanlage einplanen, desto höher kann auch das Risiko sein, dass Sie eingehen. Ein höheres Risiko bedeutet schließlich auch größere Gewinnchancen. Langfristig ist immer der Durchschnittswert relevant, weswegen die Volatilität (= Schwankungsbreite) bei einer längeren geplanten Laufzeit höher sein kann. Natürlich lautet das Zauberwort auch hier wieder: Diversifizierung – also nicht alles auf eine Karte setzen.

Ein 1-Euro-Sück liegt auf einer schwarzen Tischplatte. Ein kuchenförmiges Stück wurde aus dem Euro ausgeschnitten und liegt abgetrennt daneben.

Inflation - Freund oder Feind?

 

Inflation ist die prozentuelle Veränderung der Preise zum Jahr davor, also die Preissteigerung oder auch Teuerung. Durch die Inflation wird Geld mit der Zeit weniger wert: die Kaufkraft wird geringer. Jeder Mensch hat auch eine eigene Inflation, weil diese vom individuellen Kaufverhalten abhängt.

 

Man unterscheidet zwischen der Warenkorbberechnung (Verbraucherpreisindex) und der individuellen Inflation. Die individuelle Inflation ist wichtiger für Ihre Geldanlage, als die Warenkorbberechnung.

 

 

Warenkorbberechnung & individuelle Inflation

 

Die Warenkorbberechnung gibt den Verbraucherpreisindex (VPI) an. Dabei werden gewisse Güter zusammengefasst und zusammengerechnet, um so auf die Ausgaben von Verbrauchern schließen zu können. Die wichtigsten Faktoren dabei sind Lebensmittel, Wohnen und Energie. Das hört sich zwar alles sehr vernünftig an, aber die Warenkorbberechnung ist nur ein Durchschnittswert.

 

Gewisse Dinge im Warenkorb sind für das tägliche Leben wichtiger als andere. Lebensmittel werden immer wichtig sein, während die Anschaffung eines neuen Fernsehers vermutlich nicht jedes Jahr geplant ist. Deswegen entspricht der VPI oft nicht der individuellen Inflation des täglichen Lebens. Die individuelle Inflation ist wahrscheinlich höher.

 

Ein Beispiel, an dem man dies gut erkennen kann, sind Lebensmittel. In der Warenkorbberechnung werden diese mit etwa 10% berücksichtigt. Je geringer das Einkommen ist, desto höher ist allerdings der prozentuelle Anteil der Ausgaben für Lebensmittel. In manchen Fällen würde die individuelle Inflation deswegen höher als die Warenkorbberechnung ausfallen.

 

Mit diesem Rechner der Statistik Austria können Sie Ihre persönliche Inflation berechnen.

 

 

Inflation und das tägliche Leben

 

Wohnen ist hier ein sehr stark gewichteter Bereich. Die Preise von Liegenschaften steigen. Österreichweit hat sich laut OeNB der Wert einer Liegenschaft von 2000 auf 2022 ver2,8-facht, in Wien sogar ver3,2-facht. Auch die Rohstoffpreise (Baukostenindex) sind in den letzten Jahren um über 10% p.a. gestiegen. Energiepreise sind alleine von 2021 auf 2022 um ein Vielfaches gestiegen.

 

Die Inflation beeinflusst das Jahresnettoeinkommen, da sich durchschnittliche Gehälter am VPI orientieren. Logisch, denn wenn Waren teurer werden, müssen auch die Gehälter steigen. Das Arbeitnehmerentgelt ist zwar aufgrund der Steuerreform gestiegen, aber die Löhne steigen tendenziell langsamer, als die Preise.

 

                                                                                                                     

Inflation und meine Geldanlage

 

Eine Inflation von ca. 7,2% bedeutet, dass das Geld in zehn Jahren nur noch die Hälfte wert ist. Der Wert von 100.000 € verringert sich nach zehn Jahren also auf 50.000 €, die Kaufkraft hat sich damit halbiert. So wie die Inflation unsere Löhne beeinflusst, beeinflusst sie auch unsere Geldanlage.

 

Damit sich eine Geldanlage rentiert, muss mindestens die individuelle Inflation als Rendite erwirtschaftet werden. Was man an Rendite herausbekommt, muss also mindestens die Inflation sein.

 

Das bedeutet, dass ein Werterhalt erzielt wird, wenn die Inflation erwirtschaftet wird. Wird weniger als die Inflation erwirtschaftet, kann zwar ein nominaler, also zahlenmäßiger, Gewinn vorliegen, aber es kommt zu einem realen Verlust, einem Kaufkraftverlust.

 

Wenn Sie mit Ihrer Geldanlage 0% Rendite machen, haben Sie real gesehen also immer noch den Verlust in Höhe der Inflation.

 

Das System funktioniert aber auch in die andere Richtung, nämlich im Bereich von Schulden und Krediten. Sind die Zinsen geringer als die Inflation, werden die Schulden real gesehen geringer.

 

Hierzu ein Beispiel:

 

  • Sie haben im Jahr 2000 einen Kredit aufgenommen, um eine Wohnung zu kaufen:
    • Höhe: 250.000
    • Laufzeit: 20 Jahren
    • Zinssatz: 3%, nach 20 Jahren belaufen sich die gesamten Zinsen auf 83.000 €
  • Neben dem Kredit fallen zusätzliche Kosten an:
    • Kaufnebenkosten für die Wohnung: 23.000 €
    • Finanzierungsnebenkosten & Kontospesen für die Laufzeit: 7.000 €
  • Das gesamte Investment beträgt also 363.000 €
    (= Kredit + Zinsen + Kaufnebenkosten + Finanzierungsnebenkosten & Kontospesen)
  • Der Wert der Wohnung hat sich während der Laufzeit ver2,5-facht:
    • Ursprünglicher Kaufpreis im Jahr 2000: 250.000 €
    • Wert im Jahr 2020: 625.000 €

 

Damit war die Wertsteigerung der Immobilie größer als die ursprünglichen Kosten (Wertsteigerung 375.000 € > Gesamtkosten 363.000 €)

 

Die Wertsteigerung der Immobilie stellt eigentlich die Inflation da. Anhand des Beispiels lässt sich Folgendes erkennen: Die Gesamtkosten des Investments sind deutlich geringer, als der Wertverlust, den das Geld durch die Inflation gemacht hätte. Sprich: Wenn nicht in eine Immobile investiert worden wäre, deren Wert nun gestiegen ist.

 

Die Frage ist nun: Ist die Wohnung wirklich so stark im Wert gestiegen, oder wurde das Geld so stark durch die Inflation entwertet? Die Antwort darauf liegt wohl irgendwo in der Mitte.

Investitionen in Sachwerte waren in der Vergangenheit der beste Schutz gegen Inflation, auch wenn man dafür eine Finanzierung aufnimmt.Jeanquartier & Partner
JQC Team

JQC & Partner

Waltendorfer Hauptstr. 18a
8010 Graz

 

+43 316 818981

+43 660 1818981

office@jqc.at

JQC ist Mitglied von

JQC & Partner ist Mitglied der Maklergruppe