Beständigkeit & Stabilität
Gold wird seit jeher als wertvoll angesehen und dient seit über 3.000 Jahren als Wertanlagemittel. Aufgrund seiner Beständigkeit und Sicherheit in Krisenzeiten ist Gold ein wichtiger Bestandteil in jedem Wertanlagedepot.
Wie in jedem Bereich der Geldanlage kann und sollte auch in diesem Bereich diversifiziert werden. Neben Gold können auch Silber, die Weißmetalle Platin und Palladium, Technologiemetalle oder Diamanten Teil ihrer Wertanlage sein.
Goldstandard & Fiat-Währungen
Der US-amerikanische Unternehmer Ray Dalio bringt es auf den Punkt: „Wer kein Gold besitzt, kennt weder Wirtschaft noch Geschichte.“
Die Aufhebung des Goldstandards 1971 hatte und hat starke Auswirkungen auf den Wert von Papierwährungen. Dies kann man besonders gut am Beispiel des US-Dollars in der unteren Grafik erkennen.#
Quelle Grafik: SOLIT Management GmbH
Von 1940 bis 1971 hatte der US-Dollar einen recht konstanten Wert im Vergleich zu Gold. Das lag daran, dass es den Goldstandard gab und der Dollar mit Gold besichert war. Es durften also nur so viele US-Dollar gedruckt werden, wie mit den Staatsreserven an Gold gedeckt werden konnte.
Die USA hatten die Möglichkeit dies zu tun, da Sie durch den Waffenverkauf im Zweiten Weltkrieg große Goldvorräte besaßen. In den Folgejahren war es möglich, 35 Dollar in eine Unze Gold einzutauschen. Nach dem Krieg steckten die USA viel Geld in ihr Rüstungssystem sowie Forschungsprogramme, wie etwa die Mondlandung, wodurch andere Staaten in Dollar bezahlt wurden, die sie in Gold eintauschen konnten.
Durch diese Investitionen verringerte sich der Goldschatz der USA während Staatsdefizite zunahmen. 1971 verkündete US-Präsident Richard Nixon die Aufhebung des Goldstandards. Es war nun möglich, die Dollar-Menge je nach Bedarf, ungeachtet der Goldvorräte, zu erhöhen. In der Grafik ist der Wertverlust des US-Dollars, der auf diese Entscheidung folgte, klar ersichtlich. Andere Staaten waren dieser Situation mehr oder weniger ausgeliefert, da sie große Mengen an Dollars angehäuft hatten und ein kompletter Absturz dieser Währung für sie nicht leistbar gewesen wäre.
An der Grafik lässt sich des Weiteren erkennen, dass jede Währung in der Vergangenheit ihr Ende gefunden hat. Fiat-Währungen verlieren ständig an Wert, dabei ist natürlich auch der Euro keine Ausnahme.
Seit der Einführung des Euro im Jahr 2002 bis ins Jahr 2022 hat sich die Bilanzsumme der Europäischen Zentralbank verneunfacht. Es ist also neunmal so viel Geld im Umlauf, als bei der Einführung. Das wirkt sich unweigerlich auf die Inflation und den Kaufkraftverlust der Währung aus. Im Gegensatz dazu bleibt Gold im Wert konstant. Wichtig hierbei zu wissen ist: Gold steigt nicht im Wert, es hält den Wert.
Neben zentral gesteuerten Fiat-Währungen gibt es weltweit bereits Pilotprojekte zu digitalem Zentralbankgeld (CBDC). Welche Auswirkungen die Umstellung auf eine zentral gesteuerte digitale Währung haben könnte, werden wir vielleicht bereits in einigen Jahren beobachten können.


